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W
 
Wahrnehmung
Der Akt oder die Fähigkeit, mittels der Sinne zu erfassen; die Art, wie jemand eine Situation oder ein Ereignis betrachtet. Wie wir ein Ereignis oder ein Problem wahrnehmen, hängt davon ab, wie wir darüber denken, was wir fühlen und wie wir darauf reagieren. Unser Grad an Bewusstheit bestimmt unsere anfängliche Wahrnehmung eines Ereignisses und unserer Fähigkeit, verfügbaren Daten einen Sinn zu verleihen. Die Forschung zeigt, dass sich unsere Wahrnehmung von Situation oft erheblich ändern kann; neue Möglichkeiten und Betrachtungsweisen werden möglich, wenn der Körper, Logik, Verstand und Intellekt harmonisch mit der intuitiven Intelligenz des Herzens verbunden sind.
Die Evolutionspädagogik arbeitet mit 7 Wahrnehmungsstufen in der Reihenfolge, wie sie in der evolutionären Entwicklung im Tierreich entstanden sind und sich im Menschen weiterentwickelt haben. Sie stellt die Zusammenhänge her zwischen Körperhaltung-, bewegung, Wahrnehmung, sozialem Verhalten und kognitiver Entwicklung unter der Sichtweise der neurologischen Entwicklung des Gehirns. Lernprobleme und Stress basieren meist auf Wahrnehmungsproblemen. Es entstehen Kommunikationsblockaden in unserem Gehirn.
 
Wertschätzung
Eine aktive emotionale Haltung, in der man die Qualität oder Bedeutung dessen, wofür man dankbar ist, deutlich wahrnimmt oder erkennt. Wertschätzung verbessert das physiologische Gleichgewicht. Dies lässt sich an der Funktion des Herz-Kreislauf- und des Immunsystems messen.
 
Wirklichkeit
Paul Watzlawik (Kommunikationsforscher) teilt die Wirklichkeit in verschiedene Ordnungen ein:
Wirklichkeit der 1. Ordnung ist das, was wir täglich zusammen mit anderen Menschen erleben, was anhand von Experimenten und durch Wiederholungen „überprüfbar“ ist, wie z.B. die Form, Farbe, Duft. Geräusche von bestimmten Objekten.
Wirklichkeit der 2. Ordnung ist auf ein Individuum bezogen und mit „Grundannahmen“ zu umschreiben, die wir über die Welt durch Erfahrungen haben. Sie ist eng verbunden mit Sinn und Wertvorstellungen, die wir mit den Dingen an sich verbinden und das Resultat höchst komplexer Kommunikationsvorgänge.
Wirklichkeit der 3. Ordnung ist das mehr oder weniger „einheitliche Bild“, das wir aus unseren Erfahrungen heraus erschaffen. Diese Ebene der Wirklichkeit ist identisch mit unserem Weltbild bzw. unserer Weltanschauung.
Nach der so genannten Santiago-Theorie von Humberto Maturana und Francisco Varela wird Wirklichkeit durch die verkörperte Erfahrung eines Organismus hervorgebracht.